Warum ist Schlaf so wichtig und was passiert, wenn wir schlafen?

Rund ein Drittel unseres Lebens verbringen wir schlafend. Allein diese Tatsache zeigt, wie wichtig ausreichender und erholsamer Schlaf für unseren Körper ist. Er trägt zu unserem Wohlbefinden bei und ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass wir uns am nächsten Tag leistungsfähig und konzentriert fühlen.

Im Schlaf werden die Erlebnisse und Eindrücke des Tages verarbeitet. Unser Gehirn ordnet Informationen und festigt Gedächtnisinhalte.

Auch für zahlreiche körperliche Prozesse spielt der Schlaf eine wichtige Rolle. Während wir schlafen, laufen Regenerations- und Stoffwechselprozesse ab. Schlaf und Immunsystem stehen ebenfalls in enger Wechselwirkung.

Und nicht zuletzt zeigt sich eine erholsame Nacht häufig auch darin, wie frisch und ausgeruht wir am nächsten Morgen aussehen – daher kommt wohl auch der bekannte Begriff „Schönheitsschlaf“.

Warum werden wir müde?

Adenosintriphosphat, kurz ATP, ist ein wichtiger Energieträger unserer Zellen und wird auch im Gehirn fortlaufend benötigt.

Im Zusammenhang mit dem Energieverbrauch entsteht unter anderem Adenosin. Je länger wir wach sind, desto stärker kann sich Adenosin im Gehirn anreichern. Es ist an der Entstehung des sogenannten Schlafdrucks beteiligt – wir werden zunehmend müde und unser Bedürfnis nach Schlaf wächst.

Während des Schlafes nimmt dieser Schlafdruck wieder ab. Am nächsten Morgen beginnt dieser natürliche Kreislauf erneut.

Wenn sich der Tag dem Ende neigt, die Sonne untergeht und es dunkler wird, stellt sich unser Körper zunehmend auf die Nacht ein.

Dabei spielt das Hormon Melatonin eine wichtige Rolle. Es wird vor allem bei Dunkelheit ausgeschüttet und ist an der Steuerung unseres natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus beteiligt.

Aufmerksamkeit, Körpertemperatur, Atmung und Kreislauf verändern sich und der Körper bereitet sich auf die Nachtruhe vor.

Die vier Schlafstadien – was passiert während der Nacht?

Unser Schlaf verläuft nicht gleichmäßig. Während einer Nacht durchlaufen wir mehrfach verschiedene Schlafstadien.

1. Einschlafphase

In dieser Phase kommt der Körper langsam zur Ruhe. Atmung und Puls werden gleichmäßiger, die Muskeln entspannen sich und der Übergang vom Wachsein zum Schlaf beginnt.

In dieser Phase schlafen wir noch sehr leicht und können schnell wieder aufwachen.

2. Leichtschlaf

Nach dem Einschlafen gleitet der Körper in einen stabileren Schlaf.

Atmung und Herzschlag werden langsamer, die Muskeln entspannen sich weiter und die Aktivität des Gehirns verändert sich. Noch können äußere Reize wie Licht oder Geräusche vergleichsweise leicht zum Aufwachen führen.

Einen großen Teil unserer nächtlichen Schlafzeit verbringen wir in diesem Stadium.

3. Tiefschlafphase

Der Tiefschlaf ist eine wichtige Phase für die körperliche Erholung.

Während dieser Zeit laufen verschiedene Regenerationsprozesse ab. Blutdruck und Herzfrequenz sind in der Regel niedriger und es werden unter anderem Wachstumshormone ausgeschüttet, die an unterschiedlichen Aufbau- und Regenerationsprozessen des Körpers beteiligt sind.

Aus dem Tiefschlaf lassen wir uns deutlich schwerer wecken als aus den leichteren Schlafstadien.

4. Traumschlaf oder REM-Schlaf

REM steht für „Rapid Eye Movement“, also schnelle Augenbewegungen. In dieser Schlafphase bewegen sich die Augen unter den geschlossenen Lidern rasch hin und her.

Unser Gehirn ist während des REM-Schlafes sehr aktiv. Eindrücke und Informationen werden verarbeitet und häufig erleben wir in dieser Phase besonders intensive und lebhafte Träume.

Im Laufe der Nacht wechseln sich Leichtschlaf, Tiefschlaf und REM-Schlaf immer wieder ab.

Am Morgen beginnt der Körper wieder aktiv zu werden

Nach einer im Idealfall erholsamen Nachtruhe stellt sich der Körper in den frühen Morgenstunden langsam auf den neuen Tag ein.

Dabei steigt unter anderem der Cortisolspiegel an.

Cortisol ist an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt und trägt dazu bei, dem Körper Energie für den beginnenden Tag bereitzustellen. Gleichzeitig verändern sich unter anderem:

  • Energiebereitstellung,
  • Blutzuckerspiegel,
  • Körpertemperatur,
  • Blutdruck,
  • Atemfrequenz
  • und Aufmerksamkeit.

Was, wenn sich der Schlaf nicht so leicht einstellt?

Nicht immer gelingt es, am Abend einfach abzuschalten.

Sorgen und Stress können uns beschäftigen. Ungelöste Probleme gehen immer wieder durch den Kopf, die Gedanken kreisen und obwohl der Körper müde ist, kommt der Kopf nicht zur Ruhe.

Gelegentliche unruhige Nächte kennt wahrscheinlich fast jeder. Halten Ein- oder Durchschlafprobleme jedoch über längere Zeit an oder beeinträchtigen sie das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit am Tag deutlich, sollte auch nach den möglichen Ursachen geschaut werden.

Wohlfühl Schlaf und Clustermedizin

In meiner Naturheilpraxis in Dresden arbeite ich unter anderem mit der Clustermedizin. Dabei können auch Themen wie Schlaf, innere Unruhe und Schwierigkeiten beim Abschalten in die individuelle Betrachtung einbezogen werden.

Wohlfühl Schlaf ist ein Clustermittel, das innerhalb des Konzeptes der Clustermedizin verwendet wird.

In meiner Praxis kann ich Wohlfühl Schlaf insbesondere dann in die individuelle Betrachtung einbeziehen, wenn Menschen davon berichten,

  • abends schwer zur Ruhe zu kommen,
  • lange über Erlebtes nachzudenken,
  • sich durch kreisende Gedanken belastet zu fühlen,
  • Schwierigkeiten beim Einschlafen zu haben
  • oder nachts immer wieder aufzuwachen.

Dabei betrachte ich Schlafprobleme nicht ausschließlich als isoliertes Symptom. Auch persönliche Belastungen, Lebensumstände und weitere individuelle Faktoren können eine Rolle spielen.

Ob Wohlfühl Schlaf oder andere Möglichkeiten aus meinem Praxisangebot für die persönliche Situation infrage kommen, bespreche ich deshalb individuell.

Erholsamer Schlaf – wichtig für Körper und Wohlbefinden

Schlaf begleitet uns jede Nacht und nimmt einen großen Teil unseres Lebens ein. Während dieser Zeit ist unser Körper keineswegs untätig.

Gehirn, Stoffwechsel und zahlreiche weitere Prozesse verändern ihre Aktivität, während sich Schlafstadien und Schlafzyklen im Laufe der Nacht immer wieder abwechseln.

Umso wichtiger ist es, anhaltende Schlafprobleme ernst zu nehmen und nach möglichen Ursachen zu schauen.

Wenn Sie sich Unterstützung wünschen, können wir in einem persönlichen Gespräch in meiner Naturheilpraxis in Dresden gemeinsam betrachten, welche Faktoren bei Ihnen eine Rolle spielen und welche Möglichkeiten aus meinem Praxisangebot zu Ihrer individuellen Situation passen.

 
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