Clustermedizin – Wie Krankheit entsteht und Regulation verstanden wird
Warum entwickelt ein Mensch Beschwerden, während ein anderer trotz ähnlicher Belastungen gesund bleibt? Warum treten gesundheitliche Probleme manchmal in bestimmten Lebensphasen auf? Und welche Rolle können körperliche, psychische und biografische Einflüsse dabei spielen?
Die Clustermedizin beschäftigt sich mit genau diesen Zusammenhängen.
Sie betrachtet Krankheit nicht ausschließlich als isolierte Störung eines einzelnen Organs. Im Mittelpunkt steht vielmehr der Mensch als komplexes Regulationssystem, in dem körperliche Prozesse, Psyche, Lebensgeschichte und äußere Einflüsse miteinander verbunden sind.
In meiner Naturheilpraxis in Dresden arbeite ich seit vielen Jahren mit der Clustermedizin. Für mich ist dabei besonders interessant, dass nicht nur nach dem Ort eines Symptoms gefragt wird, sondern auch danach, welche Zusammenhänge hinter einer gesundheitlichen Veränderung stehen können.
Wie entsteht Krankheit aus Sicht der Clustermedizin?
Der Entwickler der Clustermedizin, Ulrich Jürgen Heinz, beschreibt den Menschen als einen Prozess, bei dem drei Ebenen miteinander verbunden sind:
- das Planfeld
- das Verarbeitungsfeld
- das Körperfeld
Diese drei Felder beeinflussen sich gegenseitig.
Aus Sicht der Clustermedizin ist Gesundheit deshalb nicht einfach die Abwesenheit von Symptomen. Gesundheit bedeutet vielmehr, dass der Organismus auf innere und äußere Einflüsse reagieren und sich immer wieder neu regulieren kann.
Gerät dieses Zusammenspiel aus dem Gleichgewicht und kann eine Belastung nicht ausreichend verarbeitet oder kompensiert werden, können sich Beschwerden entwickeln.
Ein Symptom wird dabei nicht nur als Störung betrachtet, die möglichst schnell beseitigt werden soll. Es kann gleichzeitig ein Hinweis darauf sein, dass an anderer Stelle im System Regulationsprozesse aus dem Gleichgewicht geraten sind.
Die Frage lautet deshalb nicht ausschließlich:
„Wo befindet sich das Symptom?“
sondern auch:
„Warum zeigt sich dieses Symptom gerade jetzt und welche Zusammenhänge könnten dahinterstehen?“
Das Planfeld – die grundlegende Informationsebene
Das Planfeld beschreibt innerhalb der Clustermedizin die grundlegende Informationsebene des Menschen.
Hier werden unter anderem angeborene Voraussetzungen, vererbte Informationen und grundlegende Regulationsmuster eingeordnet.
Diese Ebene kann man sich vereinfacht wie einen Bauplan vorstellen, auf dessen Grundlage sich der Organismus entwickelt und reguliert.
Dabei bedeutet eine vorhandene Veranlagung nicht automatisch, dass sich daraus eine bestimmte Erkrankung entwickeln muss. Wie sich ein Mensch tatsächlich entwickelt, wird von zahlreichen weiteren Faktoren beeinflusst.
Das Verarbeitungsfeld – Wahrnehmung und persönliche Erfahrungen
Das Verarbeitungsfeld umfasst die psychische und emotionale Ebene.
Jeder Mensch erlebt und verarbeitet Situationen unterschiedlich.
Ein Ereignis, das für einen Menschen kaum belastend ist, kann bei einem anderen Menschen eine starke emotionale Reaktion hervorrufen. Auch Erfahrungen aus der Vergangenheit können beeinflussen, wie wir auf spätere Situationen reagieren.
Innerhalb der Clustermedizin spielen deshalb nicht nur aktuelle Belastungen eine Rolle. Auch biografische Ereignisse, persönliche Erfahrungen und familiäre Zusammenhänge können in die Betrachtung einbezogen werden.
Das bedeutet nicht, dass jede Erkrankung eine psychische Ursache hat.
Vielmehr geht es darum, körperliche und psychische Prozesse nicht grundsätzlich voneinander zu trennen.
Das Körperfeld – wo Beschwerden sichtbar werden können
Das Körperfeld beschreibt die körperliche Ebene.
Hier laufen unzählige Stoffwechsel-, Steuerungs- und Regulationsprozesse ab. Gleichzeitig ist der Körper die Ebene, auf der viele Störungen schließlich wahrnehmbar werden.
Schmerzen, Verdauungsbeschwerden, Erschöpfung oder andere Symptome können deshalb aus Sicht der Clustermedizin das sichtbare Ergebnis unterschiedlicher vorausgegangener Prozesse sein.
Die drei Felder – Planfeld, Verarbeitungsfeld und Körperfeld – werden dabei immer als miteinander verbunden betrachtet.
Körper und Psyche beeinflussen sich gegenseitig
Dass Stress körperliche Reaktionen auslösen kann, erleben viele Menschen im Alltag.
Bei Anspannung kann sich beispielsweise der Herzschlag beschleunigen, die Muskulatur anspannen oder die Verdauung verändern. Auch Schlafprobleme, Kopf- oder Magenschmerzen können in belastenden Phasen häufiger auftreten.
Umgekehrt wirken sich länger bestehende körperliche Beschwerden häufig auf das psychische Wohlbefinden aus.
Diese gegenseitige Beeinflussung von Körper und Psyche gehört zu den wichtigen Gedanken der Clustermedizin.
Deshalb interessiert mich bei einer Anamnese nicht nur die Frage, welche Beschwerden vorhanden sind, sondern auch:
- Wann haben die Beschwerden begonnen?
- Was hat sich zu dieser Zeit im Leben verändert?
- Welche Belastungen bestanden vorher?
- Gibt es wiederkehrende Situationen oder Muster?
- Welche gesundheitlichen Probleme gab es bereits in der Vergangenheit?
- Welche medizinischen Befunde liegen vor?
Dadurch kann sich ein wesentlich umfassenderes Bild ergeben als durch die Betrachtung eines einzelnen Symptoms.
Welche Rolle spielen Belastungen?
Der menschliche Organismus ist täglich zahlreichen Einflüssen ausgesetzt.
Dazu gehören beispielsweise:
- Stoffwechselprodukte
- Ernährung
- Umweltbelastungen
- Medikamente
- Infektionen
- körperliche Verletzungen
- Stress
- emotionale Belastungen
- persönliche Erfahrungen
Der Körper verfügt gleichzeitig über zahlreiche Möglichkeiten, mit diesen Einflüssen umzugehen.
Aus clustermedizinischer Sicht wird insbesondere darauf geschaut, ob Belastungen ausreichend verarbeitet und reguliert werden können oder ob sich bestimmte Belastungsmuster über längere Zeit aufbauen.
Im ursprünglichen Modell der Clustermedizin wird hierfür teilweise auch der Begriff Toxinbelastung verwendet. Der Begriff wird dabei weiter gefasst als in der klassischen Toxikologie und kann innerhalb dieses Modells unterschiedliche körperliche und nichtkörperliche Belastungen beschreiben.
Für meine praktische Arbeit ist vor allem die Frage entscheidend:
Welche Belastungen sind für diesen einzelnen Menschen relevant und wie hängen sie möglicherweise miteinander zusammen?
Der Beginn der Clustermedizin
Die Entwicklung der Clustermedizin ist eng mit Ulrich Jürgen Heinz verbunden.
Er beschäftigte sich intensiv mit der Frage, ob sich in kristallisierten Körpersubstanzen individuelle Muster erkennen und systematisch miteinander vergleichen lassen.
Eine Grundlage seiner Arbeit bildete die Kristallisation von Körpersubstanzen.
Dabei wird eine Probe nach einem bestimmten Verfahren aufbereitet und anschließend zur Kristallisation gebracht. Es entstehen charakteristische geometrische Strukturen und Kristallisationsbilder.
Heinz entwickelte daraus ein System, mit dem diese Muster erfasst, verschlüsselt und miteinander verglichen werden konnten.
Aus der ursprünglichen mikroskopischen Auswertung entwickelte sich später ein computergestütztes Expertensystem.
Heute können innerhalb der Clustermedizin unterschiedliche Körpersubstanzen für eine Clusteranalyse verwendet werden.
Was ist eine Clusteranalyse?
Die Clusteranalyse ist ein zentraler Bestandteil der Clustermedizin.
Eine geeignete Körpersubstanz wird zunächst nach einem speziellen Verfahren aufbereitet und kristallisiert.
Die dabei entstandenen Kristallisationsmuster werden anschließend nach den Kriterien der Clustermedizin ausgewertet.
Dabei steht nicht ein einzelner Laborwert im Mittelpunkt. Vielmehr werden verschiedene Muster miteinander in Beziehung gesetzt und innerhalb des clustermedizinischen Systems interpretiert.
Die Clusteranalyse und ein klassisches medizinisches Labor sind deshalb zwei unterschiedliche Verfahren mit unterschiedlichen Fragestellungen.
Vorhandene Laborwerte, Arztberichte oder andere medizinische Befunde können parallel dazu für die Gesamtbetrachtung sehr hilfreich sein und von mir berücksichtigt werden.
Welche Informationen liefert eine Clusteranalyse?
Aus der Clusteranalyse können innerhalb der Clustermedizin Hinweise auf unterschiedliche Themen und Regulationsbereiche abgeleitet werden.
Dazu können beispielsweise gehören:
- körperliche Regulationsmuster
- Stoffwechsel- und Ernährungsthemen
- individuelle Belastungsbereiche
- biografische Zusammenhänge
- psychische und emotionale Themen
- familiäre Prägungen
- mögliche Zusammenhänge zwischen verschiedenen Belastungen
- Hinweise für die weitere clustermedizinische Begleitung
Für mich ist dabei wichtig, die Clusteranalyse niemals losgelöst vom Menschen zu betrachten.
Das Ergebnis wird deshalb mit der persönlichen Krankheitsgeschichte, der aktuellen Situation, vorhandenen Befunden und dem ausführlichen Gespräch verbunden.
So entsteht Schritt für Schritt ein individuelles Gesamtbild.
Von der Clusteranalyse zum individuellen Therapiekonzept
Aus den Ergebnissen der Clusteranalyse können verschiedene therapeutische Möglichkeiten innerhalb der Clustermedizin abgeleitet werden.
Dabei gibt es unterschiedliche Wege.
Zu den wichtigsten gehören:
- Essenzcluster
- Klangcluster
- Bildcluster
Welche davon eingesetzt werden, richtet sich nach der individuellen Analyse und der persönlichen Situation.
Was ist ein individuelles Essenzcluster?
Das individuelle Essenzcluster gehört zu den zentralen Therapiemitteln der Clustermedizin.
Es wird auf Grundlage der Ergebnisse der Clusteranalyse individuell zusammengestellt.
Innerhalb des clustermedizinischen Modells wird das Essenzcluster als Informationsträger verstanden. Es soll dem Organismus Impulse anbieten, die sich auf die zuvor ermittelten individuellen Regulationsmuster beziehen.
Damit unterscheidet sich dieser Ansatz grundsätzlich von einer Therapie, bei der zwei Menschen mit derselben Diagnose automatisch dasselbe Mittel erhalten.
In der Clustermedizin steht vielmehr die Individualität des einzelnen Menschen im Mittelpunkt.
Zwei Menschen können die gleichen Beschwerden haben und dennoch unterschiedliche Clusteranalysen und unterschiedliche therapeutische Ansätze erhalten.
Klangcluster und Bildcluster
Neben den Essenzclustern gehören auch Klang- und Bildcluster zum Konzept der Clustermedizin.
Klangcluster
Klangcluster bestehen aus speziell zusammengestellten Ton- und Klangfolgen.
Sie werden passend zur individuellen Situation ausgewählt und über einen festgelegten Zeitraum regelmäßig angewendet.
Bildcluster
Bildcluster arbeiten mit visuellen Strukturen und Informationen.
Auch sie können entsprechend der individuellen Fragestellung ausgewählt und ergänzend in das clustermedizinische Therapiekonzept eingebunden werden.
Essenz-, Klang- und Bildcluster bilden damit unterschiedliche Möglichkeiten, mit den aus der Clusteranalyse gewonnenen Informationen weiterzuarbeiten.
Warum Regulation in der Clustermedizin eine zentrale Rolle spielt
Unser Körper reguliert sich fortlaufend.
Herzschlag, Blutdruck, Körpertemperatur, Verdauung, Hormonhaushalt, Stoffwechsel und viele andere Funktionen müssen ständig an innere und äußere Bedingungen angepasst werden.
Diese Fähigkeit zur Regulation ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass der Organismus auf Veränderungen reagieren kann.
Auch die Clustermedizin richtet ihren Blick deshalb stark auf Regulationsprozesse.
Es geht nicht allein darum, ein Symptom zu betrachten, sondern darum, mögliche Zusammenhänge zu erkennen und dem Organismus individuelle Impulse anzubieten.
Dieser Gedanke ist für meine Arbeit besonders wichtig.
Warum ich mit der Clustermedizin arbeite
Ich beschäftige mich seit vielen Jahren intensiv mit der Clustermedizin und habe dazu zahlreiche Fortbildungen besucht.
Sie ist heute einer der Schwerpunkte meiner Naturheilpraxis in Dresden.
Was mich an dieser Methode besonders anspricht, ist der individuelle Blick auf den Menschen.
Ein Patient besteht für mich nicht aus einer Diagnose.
Menschen bringen ihre persönliche Lebensgeschichte, ihre Erfahrungen, ihre körperlichen Voraussetzungen und ihre aktuelle Lebenssituation mit.
Deshalb möchte ich verstehen, wie unterschiedliche Bereiche möglicherweise miteinander verbunden sind.
Die Clusteranalyse gibt mir dabei eine zusätzliche Möglichkeit, solche Zusammenhänge zu betrachten.
Clustermedizin und klassische medizinische Untersuchungen können sich ergänzen
Naturheilkundliche und klassische medizinische Betrachtungsweisen müssen für mich kein Gegensatz sein.
Wenn Laborwerte, Arztberichte, bildgebende Untersuchungen oder andere Befunde vorhanden sind, können diese wichtige Informationen enthalten und in die Gesamtbetrachtung einbezogen werden.
Gleichzeitig richtet die Clustermedizin zusätzliche Fragen an die individuelle Situation eines Menschen.
So kann neben der Frage:
„Welche Veränderung wurde festgestellt?“
auch die Frage stehen:
„Welche individuellen Zusammenhänge und Regulationsmuster könnten für diesen Menschen zusätzlich von Bedeutung sein?“
Gerade diese umfassendere Betrachtung ist für mich ein wesentlicher Bestandteil meiner Arbeit.
Für wen kann eine Clusteranalyse interessant sein?
Eine Clusteranalyse kann für Menschen interessant sein, die ihre gesundheitliche Situation aus einer zusätzlichen Perspektive betrachten möchten.
Zum Beispiel:
- wenn Beschwerden immer wieder auftreten,
- wenn mehrere gesundheitliche Themen gleichzeitig bestehen,
- wenn körperliche und emotionale Belastungen möglicherweise miteinander verbunden sind,
- wenn vorhandene Diagnosen zusätzlich ganzheitlich betrachtet werden sollen,
- wenn man mögliche Zusammenhänge in der eigenen Krankheitsgeschichte besser verstehen möchte,
- oder wenn eine individuelle naturheilkundliche Begleitung gewünscht wird.
Ob eine Clusteranalyse in Ihrer persönlichen Situation sinnvoll ist, klären wir gemeinsam im Gespräch.
Clustermedizin in meiner Naturheilpraxis in Dresden
Wenn Sie sich für eine Clusteranalyse interessieren, beginnt die Behandlung mit einem ausführlichen Gespräch.
Dabei nehme ich mir Zeit für Ihre Beschwerden, Ihre Krankheitsgeschichte, vorhandene Befunde und Ihre persönliche Lebenssituation.
Anschließend kann – abhängig von Ihrer Fragestellung – eine geeignete Körpersubstanz für die Clusteranalyse verwendet werden.
Nach der Auswertung bespreche ich die Ergebnisse ausführlich mit Ihnen.
Auf dieser Grundlage können die weiteren Schritte und ein individuelles clustermedizinisches Therapiekonzept festgelegt werden.
Sie möchten wissen, ob die Clustermedizin für Ihre persönliche Situation infrage kommt?
Dann können Sie gerne einen Termin in meiner Naturheilpraxis in Dresden vereinbaren.
Ina Gotzel
Heilpraktikerin in Dresden
Die Zukunft der Medizin liegt nicht in der isolierten Beeinflussungerkrankter Organe, sondern in der größmöglichen Nachahmung komplexer Lebensabläufe
Zitat Ulrich Jürgen Heinz
